Heute genau vor hundert Jahren machte der Architekt Karel de Bazel seine ersten Entwürfe für die neue Synagoge in Enschede. Die alte Synagoge war zu klein geworden für die wachsende Jüdische Gemeinde. Hinzu kam, dass das neue Gebäude mehr Selbstbewusstsein ausstrahlen sollte. Mitten in der Innenstad sollte die neue Synagoge gebaut werden, auf einem Grundstück hinter der alten Synagoge,

Karel de Bazel war Theosoph, und er strebte in seinen Entwürfen immer eine universelle Schönheit an. Für die Enscheder Synagoge entwarf er zum ersten Mal in seiner Karriere eine Kuppel. Er kombinierte einen Kubus mit einer Kugelform und hat auf dieser Weise den perfekten Raum geschaffen.

Es folgten aber einige Jahre, in denen das Projekt mehr oder weniger auf Eis lag. Die heutige Synagoge ist ein Entwurf von Architekt Anthonie Smits, dem Nachfolger von De Bazel, der 1923 starb.

Die Sonderausstellung zeigt die verschiedene Stadien des Entwurfsprozesses der Synagoge. Der Entwurfsprozess dauerte insgesamt mehrere Jahre und ist sehr interessant. Standort und Layout wurden mehrmals geändert, abert die Kuppel ist immer der stolze Höhepunkt des Gebäudes geblieben.

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